Vertrauen
Was du wirklich kriegst.
Vier ehrliche Antworten.
Vibalos ist eine Software, die du jeden Tag nutzt — und für die du einmalig 9,99 € zahlst. Ein faires Geschäft braucht ehrliche Antworten auf die schwierigen Fragen, nicht nur auf die einfachen. Hier sind sie.
Warum nur macOS — und das auch in Zukunft?
Vibalos sitzt tief in macOS-APIs, die auf anderen Plattformen entweder nicht existieren oder deutlich schwächer sind: Apple Vision für on-device OCR, Accessibility-Permissions für globale Hotkeys, Sparkle für EdDSA-signierte Updates, der native NSPasteboard-Watcher.
Cross-Platform würde bedeuten, drei verschiedene Produkte zu bauen — eines für jeden OS-Kontext. Linux hat keinen vergleichbaren OCR-Stack, Windows hat keinen vergleichbaren Permission-Layer für Menüleisten-Tools. Das Resultat wäre ein Tool, das überall mittelmäßig ist statt auf einer Plattform exzellent.
Wenn du in einem gemischten Team arbeitest (DACH-Realität: 30-50 % der Devs auf Linux/Windows): Vibalos deckt die Mac-Hälfte ab. Wir tun nicht so, als wäre das eine Komplettlösung für dein ganzes Team.
Was du als Versprechen hast
Cross-Platform ist nicht auf unserer Roadmap, nicht in „Future / aspirational“ geparkt und auch nicht ein „vielleicht in 5 Jahren“ — es ist ein bewusster Nicht-Anspruch. Mac-only by design. Für immer.
Warum ist Vibalos nicht Open Source?
Im Jahr 2026 werden Open-Source-Maintainer von KI-generierten Pull-Requests überschwemmt — die meisten gut gemeint, die wenigsten gut gemacht. Maintainer-Burnout durch PR-Triage ist die häufigste Ursache, warum kleine OSS-Projekte sterben.
Vibalos wird von einem Solo-Entwickler gebaut, der das Geld aus dem Verkauf benötigt um die nächsten Features zu liefern. Open Source würde bedeuten: 30 % der Zeit in PR-Reviews investieren statt in Code. Das geht zulasten dessen, was Vibalos als Tool besser machen würde — also zulasten von dir.
Was du als Versprechen hast
Erstens: der License-Issuer-Worker (das Backend, das Lizenzen signiert) kann jederzeit als MIT-Lizenz veröffentlicht werden — falls Continuity-Sorgen aufkommen, ist das der Hebel. Zweitens: die Open-Source-Frage wird alle 6 Monate öffentlich neu gestellt (im GitHub-Repo, Issue #16). Wenn sich Markt-Realität oder Maintainer-Kapazität ändert, ändert sich die Antwort — und wir sagen es als erste.
Was passiert, wenn der Maintainer umfällt?
Berechtigte Frage. Vibalos ist von einem Solo-Dev gebaut. Bus-Faktor 1 ist eine reale Sorge bei mehrjähriger Tool-Nutzung — besonders im professionellen Kontext, wo das Tool Teil eines Compliance-Stacks ist.
Die Antwort hat drei Schichten:
Schicht 1 — Continuity-Klausel in der AGB: Sollte der Anbieter dauerhaft ausfallen, gewährt er dem Käufer hiermit das Recht, die Software auf den lizenzierten Macs unbefristet weiterzunutzen. Die Lizenzprüfung erfolgt offline und endet nicht. Updates entfallen, aber die zuletzt installierte Version bleibt funktionsfähig.
Schicht 2 — License-Issuer als Open-Source-Option: Der Cloudflare-Worker, der die Lizenzen signiert, kann auf Anfrage als MIT-Quellcode bereitgestellt werden. Du könntest selbst einen License-Server für deine eigenen Macs aufsetzen, falls neue Aktivierungen nötig werden.
Schicht 3 — Source-Escrow für Teams: Für Business-Käufer: Quellcode-Hinterlegung beim deutschen Notar. Trigger-Bedingungen: 90+ Tage keine Releases, dauerhafte Berufsunfähigkeit, oder Insolvenz. Empfänger: aktive Lizenzhalter mit „Use for own continuation“-Lizenz.
Was du als Versprechen hast
Die Continuity-Klausel ist ab Launch in der AGB kodifiziert (nicht nur hier versprochen). Der License-Issuer-Quellcode wird nach erstem Business-Verkauf veröffentlicht. Source-Escrow ist für Teams-Lizenzen Standard-Bestandteil.
Was heißt eigentlich „keine Telemetrie“?
Viele Apps schreiben „no telemetry“ auf die Landing und schicken trotzdem Daten — Sentry-Crash-Reports, anonyme Nutzungsstatistik, Remote-Feature-Flags, A/B-Tests, „Phone-Home“-Lizenz-Checks. „No telemetry“ wird in der Branche oft sehr großzügig ausgelegt.
Bei Vibalos heißt „keine Telemetrie“ wörtlich: keinerlei aktive Datensammlung, keinerlei externe Service-Calls aus der App heraus, mit zwei expliziten Ausnahmen: Update-Check (HTTP-GET zur Appcast-URL, einmal pro Tag) und der Polish-Call zu deinem lokalen Ollama oder Apple Foundation Models.
Was wir konkret nicht eingebaut haben
Kein Sentry und keine Crash-Reports (Crash-Logs musst du manuell als GitHub-Issue anhängen). Keine Analytics, keine „anonymisierten“ Nutzungsstatistiken. Keine Remote-Feature-Flags — was du installiert hast, ist was im Binary steckt. Keine A/B-Tests. Keine License-Server-Checks (dein Lizenz-JSON wird offline verifiziert). Diese Liste wird nur erweitert, nie verkürzt — falls je etwas dazukommt, wird es vor dem Release im GitHub-Repo öffentlich angekündigt.
Noch eine Frage offen?
Fehlt dir eine ehrliche Antwort, die hier nicht steht? Issue im Repo öffnen, ich antworte normalerweise binnen 24-48h.
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